Irgendwie kann ich diesen Teil meines Lebens nicht ganz aufgeben.
Und auch nicht die Selbstzweifel, das Gefühl nicht angekommen zu sein, dass irgendetwas fehlt, dass noch nicht alles optimal ist.
Ich hab meine Haare wieder ab. Etwas zu kurz und ich bin mit dem Schnitt noch nicht 100%ig zufrieden. Aber ich habe meinen Zopf (fast 40cm) an die Krebshilfe gespendet und meine Haare wachsen ja nach. (PS: nicht frisiert und in Gammelklamotten: der Student in der vorlesungsfreien Zeit in seiner natürlichen Umgebung)
Mit dem Studium läufts ganz gut, bin bis jetzt durch alle Prüfungen gekommen und das mit maximal ner 3,0. Zwei Semester werde ich noch haben, dann muss ich noch für 3 Monate ins Ausland und die BA kann kommen.
Ich weiß aber gar nicht ob ich mich darüber freuen soll. Ich will noch nicht erwachsen werden. Ich will nicht Samstagabende auf dem Sofa verbringen und um 11 ins Bett gehen, egal wie sehr ich auch meine Ruhe brauche. Aber ich habe das Gefühl was zu verpassen. Dass das Leben zu schnell an mir vorbei zieht und ich nicht alles mitnehme was geht.
Bald sind es 3 Jahre mit meinem Freund. Ich hätte nie gedacht, dass ich das so lange hin bekomme. läuft alles ganz gut. Es gibt aber immer noch Dinge, bei denen ich nicht sicher bin, ob ich damit den Rest meines Lebens klar komme. Zum Beispiel ist das so eine Sache mit dem Aufräumen, Putzen und generell dem Haushalt. Das mache nämlich immer ich und auch fast immer alleine. Wir haben vor ein paar Wochen extra eine kurze Zeit (2 Wochen) eingelegt in denen er mal den Haushalt alleine schmeißen sollte. Endergebnis war, dass das Bad überhaupt nicht geputzt wurde, ich nicht mehr barfuß über den Boden gehen wollte und die Wäsche nur gewaschen wurde, wenn ich "zu Besuch" war und ihn daran erinnert hat, dass er sonst übermorgen keine Wäsche mehr hat. Und auch sonst räumt er seit dem nicht mehr auf als zuvor. Klar, ich bin auch etwas selbst Schuld, weil ich die Sachen nicht so lange liegen lasse, dass er sie doch irgendwann erledigen würde. Aber ich habe da einfach eine gewisse Schmerzgrenze (und nein, ich bin nicht pingelig, aber wenn ich lieber in der Uni auf Klo gehe als zuhause, dann kann das mMn nicht sein) und seine liegt noch darunter.
Ich überlege auch manchmal, ob er wirklich der Richtige ist. Ob ich jetzt schon bereit bin bei meiner Entscheidung für ihn zu bleiben, wohl möglich für den Rest meines Lebens. Oder ob es jemand "optimaleren" geben würde. Aber ich glaube, diese ständige Suche nach dem Perfekten (nicht nur bezogen auf die Partnerwahl sondern im ganzen Leben) macht einen kaputt und führt dazu dass man nicht einfach mit dem glücklich sein kann, was man hat. Obwohl eigentlich alles gut ist. Obwohl ich immer noch das Kribbeln habe, wenn er mich küsst. Und genau weil das noch da ist und ich sonst wenig klagen kann werde ich bei ihm bleiben und schauen was die Zukunft so bringt.
Auch wenn ich dadurch vielleicht was verpasse. Aber vielleicht kann man ja nicht immer alles mitnehmen. Vielleicht muss man sich einfach auch mal für etwas entscheiden und seiner Linie treu bleiben.
Was weiß ich schon vom Leben mit meinen 21 Jahren. Ich muss wohl einfach die Zukunft auf mich zukommen lassen.
Falls das wirklich jemand gelesen hat: danke, ich hätte es nicht gedacht. und sorry, dass ich nicht mehr regelmäßig meine Gedanken teile, dafür ist mein Leben einfach viel zu langweilig
Montag, September 18
Samstag, Februar 6
"Ist alles okay? Du wirkst in letzter Zeit irgendwie so unglücklich... mit mir?"
"Nein, ich bin überglücklich mit dir! [Aber nicht mit mir.]"
Es fängt alles wieder an. Ich bin so unzufrieden mit mir selbst. Ich würd so gerne wieder Sport machen, im Wald joggen gehen. Aber ich darf nicht wegen meinem Knie. Zuhause Übungen machen, dazu kann ich mich nicht motivieren. Ins Fitnessstudio? Dort fühl ich mich viel zu unwohl, um gerne zu trainieren. Das Resultat: Ich werd immer und immer speckiger. Und hasse meinen Körper immer mehr.
Dazu kommt, dass ich wieder "Depri-Wellen" hab. Auf einmal ist mir dann so nach Heulen zumute, dass ich es kaum schaffe nicht zu heulen. Ich fühl mich dann so dumm, so wertlos. Es fühlt sich an als würde Eis statt Knochen in meinem Körper stecken.
Als wäre das nicht genug: Ich hab einen mega Schub Neurodermitis. Meine Haut juckt überall, seit neustem sogar auf dem Kopf. Und ich muss kratzen, bis alles blutig ist, weil ich es sonst nicht aushalte. Und man kann nichts tun. Kein eincremen, keine Ernährungsumstellung, nichts hilft.
Dann stehen noch Klausuren an und mein Praktikum, was mich zusätzlich stresst.
Und heute is es t mein Freund schön Karneval feiern mit seinen Freunden und hat es seit drei Stunden nicht für nötig erachtet ein Lebenszeichen von sich zu geben. Obwohl wir eigentlich sonst ständig texten wenn wir nicht beieinander sind.
Ich weiß nicht was ich machen soll, ich steh so unter Druck aber ich darf nicht. Nein nein nein nein.
"Nein, ich bin überglücklich mit dir! [Aber nicht mit mir.]"
Es fängt alles wieder an. Ich bin so unzufrieden mit mir selbst. Ich würd so gerne wieder Sport machen, im Wald joggen gehen. Aber ich darf nicht wegen meinem Knie. Zuhause Übungen machen, dazu kann ich mich nicht motivieren. Ins Fitnessstudio? Dort fühl ich mich viel zu unwohl, um gerne zu trainieren. Das Resultat: Ich werd immer und immer speckiger. Und hasse meinen Körper immer mehr.
Dazu kommt, dass ich wieder "Depri-Wellen" hab. Auf einmal ist mir dann so nach Heulen zumute, dass ich es kaum schaffe nicht zu heulen. Ich fühl mich dann so dumm, so wertlos. Es fühlt sich an als würde Eis statt Knochen in meinem Körper stecken.
Als wäre das nicht genug: Ich hab einen mega Schub Neurodermitis. Meine Haut juckt überall, seit neustem sogar auf dem Kopf. Und ich muss kratzen, bis alles blutig ist, weil ich es sonst nicht aushalte. Und man kann nichts tun. Kein eincremen, keine Ernährungsumstellung, nichts hilft.
Dann stehen noch Klausuren an und mein Praktikum, was mich zusätzlich stresst.
Und heute is es t mein Freund schön Karneval feiern mit seinen Freunden und hat es seit drei Stunden nicht für nötig erachtet ein Lebenszeichen von sich zu geben. Obwohl wir eigentlich sonst ständig texten wenn wir nicht beieinander sind.
Ich weiß nicht was ich machen soll, ich steh so unter Druck aber ich darf nicht. Nein nein nein nein.
Mittwoch, Februar 3
Mittwoch, Januar 20
xxx
Hab ich gesagt, dass es mir gut geht?
Nein, da hab ich mich wohl geirrt. Mir geht es nicht gut. Nicht innen drin. Ich heul nicht mehr tagelang, ich will mich nicht ständig vor den nächsten Zug legen, ich denke nicht ständig daran, dass es mir nicht gut geht, das stimmt. Aber unter all dem, da sind noch die ganzen Gefühle von früher.
Ich mag mich immer noch nicht. Ich hasse es in den Spiegel zu gucken. Ich bin nicht zufrieden mit mir, in keiner Weise. Ich wäre gerne schöner, schlanker, mutiger, fleißiger, schlauer, lustiger, ...
Es ist nut meistens nicht so präsent für mich. Ich bin selten alleine und wenn dann muss ich Hausarbeiten erledigen oder beschäftige mich mit der Uni. Ich hab keine Zeit mehr dafür in Selbstmitleid zu versinken, wie ich es sonst immer getan hab.
Aber es brodelt in mir. Jedes Mal wenn ich mich nicht traue in der Uni eine richtige Antwort zu geben weil das zu einem hochroten Kopf und Herzrasen führen würde. Jedes Mal, wenn ich mich in einem Outfit nicht sofort wohlfühle, weil es Falten wirft wo keine hin gehören oder weil es zwickt. Jedes Mal, wenn ich doch alleine bin und mir mal "was leckeres zu essen gönne". Jedes Mal wenn ich mich überesse, nur weil irgendwo in meinem Kopf der Aufhören-Knopf fehlt. Jedes Mal wenn ich andere Mädels sehe und sie darum beneide wie toll sie aussehen, wie selbstbewusst sie sind. Jedes Mal wenn ich mich verdammt noch mal nicht mal traue jemanden anzusprechen, irgendwo anzurufen, zum Arzt zu gehen weil man da ja auch mit Menschen kommunizieren muss.
Und irgendwann bricht der Vulkan aus. Dann will ich schreien, heulen, alles was ich gegessen hab auskotzen, mir so lange die Arme zerkratzen bis nur noch rohes Fleisch da ist, mich wegsperren und nie wieder raus lassen.
Geht das je wieder weg?
Oder geh ich eher weg?
Nein, da hab ich mich wohl geirrt. Mir geht es nicht gut. Nicht innen drin. Ich heul nicht mehr tagelang, ich will mich nicht ständig vor den nächsten Zug legen, ich denke nicht ständig daran, dass es mir nicht gut geht, das stimmt. Aber unter all dem, da sind noch die ganzen Gefühle von früher.
Ich mag mich immer noch nicht. Ich hasse es in den Spiegel zu gucken. Ich bin nicht zufrieden mit mir, in keiner Weise. Ich wäre gerne schöner, schlanker, mutiger, fleißiger, schlauer, lustiger, ...
Es ist nut meistens nicht so präsent für mich. Ich bin selten alleine und wenn dann muss ich Hausarbeiten erledigen oder beschäftige mich mit der Uni. Ich hab keine Zeit mehr dafür in Selbstmitleid zu versinken, wie ich es sonst immer getan hab.
Aber es brodelt in mir. Jedes Mal wenn ich mich nicht traue in der Uni eine richtige Antwort zu geben weil das zu einem hochroten Kopf und Herzrasen führen würde. Jedes Mal, wenn ich mich in einem Outfit nicht sofort wohlfühle, weil es Falten wirft wo keine hin gehören oder weil es zwickt. Jedes Mal, wenn ich doch alleine bin und mir mal "was leckeres zu essen gönne". Jedes Mal wenn ich mich überesse, nur weil irgendwo in meinem Kopf der Aufhören-Knopf fehlt. Jedes Mal wenn ich andere Mädels sehe und sie darum beneide wie toll sie aussehen, wie selbstbewusst sie sind. Jedes Mal wenn ich mich verdammt noch mal nicht mal traue jemanden anzusprechen, irgendwo anzurufen, zum Arzt zu gehen weil man da ja auch mit Menschen kommunizieren muss.
Und irgendwann bricht der Vulkan aus. Dann will ich schreien, heulen, alles was ich gegessen hab auskotzen, mir so lange die Arme zerkratzen bis nur noch rohes Fleisch da ist, mich wegsperren und nie wieder raus lassen.
Geht das je wieder weg?
Oder geh ich eher weg?
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