Freitag, Oktober 7

so sorry



Sorry for not beeing perfect.
For having mistakes.
For doing stupid things.
For saying what I think.
For beeing who I am.

Donnerstag, Oktober 6

# 8

"Das... wird dir zu groß sein." sagt meine Mutter und zeigt auf das Shirt, das ich mir ausgesucht habe.
"Mama, das ist schon S..." antworte ich und gehe Richtung Umkleidekabine. Ich laufe an der Reihe Kabinen vorbei, nur um festzustellen, dass alle besetzt sind. Leicht genervt drehe ich mich wieder um, gehe sein schmalen Gang zurück und warte. Kurze Zeit später öffnet sich die letzte Tür, ein Mädchen kommt heraus. Ich lächel sie an, bin froh dass die Kabine endlich frei ist. Ich häng meine Sache an den Haken; eine Tüte mit einer Haarkur, ein Regenschirm und meine kleine schwarze Tasche. Dann hänge ich zwei Oberteile, von denen ich hoffe, dass sie auch angezogen noch gut aussehen, daneben.
Ich ziehe mein Jeanshemd aus und greife nach dem ersten Shirt. 
Mein Blick streift den Spiegel und meine Hand sinkt wieder. Ich drehe mich, schaue mich von allen Seiten an. Erst nach einer Minute reiße ich meinen Blick los, schüttel ungläubig meinen Kopf. Schnell probiere ich meine beiden Oberteile an. Sie passen. Nicht zu eng, nicht zu weit. Ich bin fast schon ein bisschen enttäuscht, wünsche mit insgeheim, meine Mutter hätte Recht gehabt.
Wir gehen zur Kasse und stellen uns an. Als wir endlich dran sind bezahlt meine Mutter. Dann gehen wir aus dem Laden, ab zum nächsten, ich muss noch eine CD kaufen.
Der Rest des Tages ist für mich gelaufen. Meine Laune sinkt, jede Minute etwas mehr. Ich fühle mich so unglaublich schwer, so fett, so hässlich, so... unperfekt. 














Dienstag, Oktober 4

# 7

Aus meinem Schlaf gerissen schrecke ich hoch. Verwirrt und noch ganz benommen von meinen Träumen weiß ich für kurze Zeit nicht mehr, wo ich bin. Dann fällt es mir wieder ein, ich realisiere, dass mein Wecker angesprungen ist. Schnell mach ich das nervige Ding aus und lasse mich wieder in mein Bett fallen. Ich kann nicht glauben, dass ich wirklich schon aufstehen muss. 
'Nur noch fünf Minuten' denke ich mir und vergrabe meinen Kopf in meinem Kissen, um noch einen letzten Moment Ruhe zu bekommen. Ich atme tief ein. Und stelle fest: verdammt, mein Kissen riecht. Es riecht nach ihm. Ich spüre einen Stich im Herzen. 
Fühle mich so unendlich verlassen. 
So unendlich einsam. 
So unendlich leer.



Montag, Oktober 3

# 6

Ich höre seinen Herzschlag. Ruhig und gleichmäßig, im immer gleichen Rhythmus; fast schon hypnotisierend.
Ich spüre seinen Atmen, warm und sacht, wie eine Feder. Er kitzelt meinen Hals, streicht durch meine Haare.
"Alles okay? Liegst du bequem?" flüstert er mir ins Ohr. Ich nicke und kuschel mich enger an seine Brust. Seine Hand wandert zu meiner Taille. Ich fühle, wie seine Finger über meine Rippen gleiten, über meine Hüften, über meinen Bauch. Ich dreh meinen Kopf zu ihm, mein Gesicht ist jetzt ganz nah an seinem. Er streicht mir eine Haarsträhne auf dem Gesicht. Zieht meinen Kopf noch näher an sich heran. Beugt sich ein Stückchen vor. Küsst mich. Lange.
"Ehh... du erinnerst dich aber dadran, dass du 'ne Freundin hast, oder?!" sage ich, als ich endlich meine Stimme wiedergefunden habe. Ich weiß, dass dieser Satz alles ist, außer passend, aber ich kann nicht anders.
Er macht keinen besonders betroffenen Eindruck als er mit leiser Stimme sagt: " Ohh, fuck! ... Würdest du es ihr erzählen?"
"Mhh. Nee, hätte ich ja keinen Grund zu.." antworte ich ihm und lege meinen Kopf wieder auf seine Brust. Ich kenne seine Freundin nicht. Aber verdient hat sie das bestimmt nicht.
Ich versinke in meinen Gedanken, seinen Herzschlag dröhnen in meinen Ohren. Ich bin verwirrt. Es ist nicht das erste mal, dass er das abzieht. Aber das erste Mal, dass er vergeben ist und mich küsst.
Ich hab keine Zeit mehr, darüber nach zu denken, will es auch eigentlich gar nicht. Warum auch immer, es ist eh jedes Mal das gleiche, immer wieder. Und ich habe es aufgegeben, mich zu wundern, mir Gedanken zu machen, mir Hoffungen zu machen, mich zu fragen, was das soll. Es ist einfach so. Er ist einfach so. Kopfzerbrechen bringt nichts, das weiß ich. Er will nichts von mir, außer jemanden zum rummachen. Ich will nichts von ihm. Alles gut, oder?
Nein. Ich bin wieder zuhause, über 500km von ihm weg. Und hier gibt's keinen, der mich in den Arm nimmt. Der mich fest hält. Der mich küsst. 
Ich fühle mich alleine. Als wär ich auf einer einsamen Insel gestrandet.