Mittwoch, Januar 4

# 63

Regen trommelt auf mein Gesicht, verschleiert meinen Blick, kühlt meine Haut. 
Haare wehen in mein Gesicht,  peitschen in meine Augen, bleiben an meinen Mund kleben.
Ich zitter vor Kälte, bin durchnässt bis auf die Haut, aber das kümmert mich nicht. 
Ich bin hier. Ich bin jetzt. Ich bin. 
Ich breite meine Arme aus. Ein Windstoß kommt. Es ist, als würde er mich mitnehmen, mich davontragen. Davon in eine ungewisse Zukunft. 
Am liebsten würde ich loslaufen. Mit dem Wind um die Wette rennen. Das Leben im ganzen Körper spüren. 
Aber ich bleibe, wo ich bin. 
Ist es Angst davor, dass ich hinfallen könnte?
Dass ich nicht schnell genug bin?
Dass zu zu schnell bin?
Wieso laufe ich nicht einfach?







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